Rovinj (italienisch Rovigno) liegt auf einer Halbinsel unter der Kirche der hl. Euphemia, und mit dem Auto kommt man nicht hinein: geparkt wird am Rand (Valdibora, Sommer 2026: 3,50 €/h), weiter geht es zu Fuß. Von München sind es rund 570 km, von Wien 530 km, vom Flughafen Pula 40 km. Gebadet wird auf Fels und Kies im Waldpark Zlatni rt, 15 Gehminuten vom Zentrum.
Bis 1763 war Rovinj eine Insel; nach dem Zuschütten des Kanals entstand die Stadt, deren enge Gassen und bunte Häuser zur barocken Kirche der hl. Euphemia mit ihrem 60 m hohen Campanile hinaufführen (Aufstieg für ein paar Euro, lohnt sich). Heute ist Rovinj die meistbesuchte Stadt Istriens – im Juli und August voll, im Mai, Juni und September angenehm. Die Stadt ist offiziell zweisprachig kroatisch-italienisch.
Rovinj passt zu Paaren, Fotografen und allen, die Stadt, Meer und das istrische Hinterland (Trüffel, Wein, Motovun) verbinden wollen. Familien mit Kleinkindern finden bessere Strände in Poreč oder Medulin – hier ist es felsig, und mit dem Kinderwagen ist die Altstadt mühsam. Unterkünfte: Apartments Rovinj; die ganze Halbinsel unter istria.
In der Altstadt badet man von den Felsen unter der Kirche (Balota) – ohne Parkplatz, ohne Infrastruktur. Die eigentlichen Strände liegen im Waldpark Zlatni rt (Punta Corrente) direkt südlich des Zentrums: ein hundert Jahre alter Park aus Pinien und Zedern mit rund 3 km Küste, Fels- und Kiesbuchten, Schatten und Radwegen. Autos sind verboten – am ACI-Yachthafen oder auf dem Parkplatz Nova Hladnjača abstellen und 10–20 Minuten gehen oder radeln.
Die Altstadt ist Fußgängerzone. Der städtische Parkbetreiber nennt für 2026 drei Saisons: Winter (Nov–März) 0,50 €/h, Zwischensaison (April–Mai, Oktober) 2 €/h, Hochsaison (Juni–September) 3,50 €/h auf Velika und Mala Valdibora (erste 30 Minuten im Sommer gratis) und bis zu 6 €/h auf Nova Hladnjača direkt an der Altstadt. Tageskarte 25 € (April–Oktober). Der Parkplatz Concordia am Busbahnhof liegt preislich auf dem Niveau der offenen Zonen.
Mit dem Auto: Istrien ist für Süddeutsche und Österreicher das nächste warme Meer.
Sie brauchen die österreichische Vignette (digital möglich), die slowenische E-Vignette und zahlen auf dem Ypsilon Maut – Details in Maut Kroatien 2026/2027: Preise, ENC, keine Vignette nötig und Mit dem Auto nach Zadar 2027: Route, Vignetten, Maut. Seit dem Schengen-Beitritt Kroatiens gibt es an der slowenischen Grenze keine Kontrollen mehr; an Sommersamstagen staut es sich trotzdem vor dem Karawankentunnel und bei Koper.
Mit dem Flugzeug: Flughafen Pula 40 km (40 min), Saisonflüge unter anderem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (etwa April–Oktober). Ganzjährig: Triest (90 km), Ljubljana (190 km). Mit dem Schiff: Saisonal (etwa Ende April bis September) verkehrt eine Schnellfähre Venedig–Rovinj, 3–4 h, einfache Fahrt rund 80–90 € (2026) – ideal für einen Venedig-Tag ohne Auto.
Rovinj ist die teuerste Adresse Istriens zum Essen und eine der besten. Istrische Küche heißt Trüffel (weiße im Herbst, schwarze ganzjährig) auf Fuži – handgerollten Nudeln –, Pršut, Schafskäse, Boškarin (istrisches Rind), Wildspargel im Frühjahr sowie Austern und Muscheln aus dem Limfjord. Weine: Malvazija (weiß) und Teran (rot). Preise 2026: Hauptgericht in der Altstadt 20–35 €, Trüffelnudeln 25–30 €, Pizza 12–15 €, Kaffee 2–3 €. Im Hinterland (Bale, Kanfanar, Svetvinčenat) gibt es fürs gleiche Geld größere Portionen und weniger Trubel.
Fisch- und Gemüsemarkt am Hafen (Valdibora), vormittags bis etwa 13 Uhr. Lokale im Überblick: Restaurants Rovinj.
Ein Boot für einen Tag ist in Rovinj beliebt – Inseln und Limfjord erreicht man auch führerscheinfrei mit kleinem Motor: Boote Rovinj.
Rovinj ist teurer als andere istrische Orte – vergleichen Sie unter Unterkünfte auch das Umland (Bale, Rovinjsko Selo), wo die Preise niedriger sind und die Stadt 10 Autominuten entfernt liegt.