Von November bis März hat Zadar tagsüber 11–16 °C, im Januar nachts um 5 °C und mehr Sonne als Bayern oder Wien – aber auch die Bora, die Fähren für zwei, drei Tage stoppt. Die Städte (Zadar, Split, Šibenik) laufen normal weiter, auf den Inseln schließen die meisten Lokale und Läden. Ein Apartment zum Überwintern kostet 2026 etwa 400–800 € im Monat und passt zu Remote-Workern und Rentnern deutlich besser als zu Familien.
Langjährige Mittelwerte für Zadar: November 10–16 °C und der regenreichste Monat (rund 120 mm), Dezember 6–12 °C, Januar und Februar 5–11 °C, März 7–14 °C. Das Meer hat im Januar 12–13 °C – Strandspaziergang ja, Baden nein. Die Sonne scheint im Januar etwa 3,5 Stunden am Tag, im Februar 5 und im März 6 Stunden – mehr als in München oder Wien zur gleichen Zeit.
Zwei Winde bestimmen, was für ein Tag es wird. Die Bora ist ein kalter, trockener Nordostwind vom Velebit: klarer Himmel, 50 km Sicht, aber Böen von 100–150 km/h. Bei starker Bora werden die Maslenica-Brücke und Abschnitte der Autobahn A1 für Wohnmobile und Transporter gesperrt, Fähren bleiben im Hafen und gefühlt liegt die Temperatur unter null. Der Jugo ist ein warmer, feuchter Südwind – Regen, Wellen, Kopfdruck, oft drei bis vier Tage lang. Dazwischen gibt es Wochen mit 15 °C und Kaffee draußen an der Riva. Prognose auf meteo.hr (staatlicher Wetterdienst), Straßenlage auf hak.hr. Ein Überblick nach Monaten steht in Beste Reisezeit Zadar & Dalmatien: Monat für Monat (Wasser, Preise).
Zadar (75 000 Einwohner) und Split (160 000) sind Ganzjahresstädte: Universität, Krankenhaus, Markt, Cafés an der Uferpromenade und die meisten Restaurants der Altstadt haben auch im Januar geöffnet. Geschlossen sind die Touristenlokale an den Promenaden, fast alle Bootsvermieter und ein Teil der Hotels (meist November bis Ostern). Museen, die Kathedrale Sv. Stošija, die Meeresorgel und der Gruß an die Sonne laufen normal, nur mit kürzeren Zeiten. In Zadar lohnt im Winter der Markt – Fisch, Mandarinen aus dem Neretva-Tal, Olivenöl der neuen Ernte – zu Preisen unter dem Sommerniveau.
Auf den Inseln sieht es anders aus. Auf Ugljan, Pašman, Dugi otok oder Pag bleiben eine Bäckerei, ein bis zwei Läden, die Post und eine Konoba offen, oft nur am Wochenende. Die Nationalparks Kornati und Paklenica sind zugänglich, aber Ausflugsboote zu den Kornaten fahren nicht (in der Regel November bis April). Wer eine Insel will, wählt eine mit Dauerbevölkerung und regelmäßiger Fähre – ugljan-pasman hat auch im Winter Dutzende Überfahrten Preko–Zadar am Tag.
| Ort | Im Winter offen | Geschlossen / eingeschränkt |
|---|---|---|
| Zadar, Split, Šibenik | Cafés, Konobas in der Altstadt, Märkte, Museen, Einkaufszentren | Promenadenbars, Strandhotels, Verleihe |
| Sukošan, Biograd, Vodice | Bäckerei, Supermarkt, 1–3 Restaurants | die meisten Apartmenthäuser, Campingplätze, Marina nur für Dauerlieger |
| Inseln (Ugljan, Pag, Dugi otok) | Laden, Post, Konoba am Wochenende | fast alles Touristische, Ausflugsboote |
Jadrolinija fährt etwa von Anfang Oktober bis Ende Mai nach Winterfahrplan. Zadar–Preko (Ugljan) verkehrt weiterhin viele Male am Tag, Zadar–Brbinj (Dugi otok) und die Linien nach Ist, Olib oder Silba haben 1–3 Abfahrten täglich, die Katamarane fahren seltener. Bei starker Bora stellt das Hafenamt den Verkehr ein – nicht selten für 24–48 Stunden. Planen Sie die Rückfahrt aufs Festland also nie auf den letzten Drücker. Aktuelle Fahrpläne auf jadrolinija.hr, Details in Fähren ab Zadar zu den Inseln 2026: Ugljan, Dugi Otok, Silba.
Der Flughafen Zadar hat im Winter deutlich weniger Flüge (vor allem Zagreb und wenige Billigflieger-Strecken), Split ist ganzjährig an deutsche und österreichische Flughäfen angebunden. Mit dem Auto sind es von München nach Zadar rund 750 km; Winterreifen oder Ketten sind auf gekennzeichneten Abschnitten kroatischer Straßen vom 15. November bis 15. April Pflicht, und die A1 bei Sveti Rok und Maslenica kann bei Bora gesperrt sein. Die Autobahnmaut ist im Wintertarif 10 % günstiger.
Kurzaufenthalte sind im Winter billig – ein Apartment, das im August 120 € pro Nacht kostet, gibt es im Januar für 35–50 €, sofern es überhaupt angeboten wird. Interessanter ist das Überwintern (kroatisch „zimovanje“): Der Eigentümer vermietet für 3–6 Monate, meist November bis April, rund um Zadar 2026 für etwa 400–800 € im Monat, in Split etwas mehr. Strom kommt dazu – Heizen mit Klimaanlage kostet 80–150 € im Monat –, fragen Sie also immer, ob Nebenkosten inklusive sind.
Worauf achten: Kroatische Ferienwohnungen sind für den Sommer gebaut – Steinwände, Fliesenböden, dünne Fenster. Fragen Sie nach der Heizung (Klimagerät mit Wärmepumpe, nicht nur ein Heizlüfter), ob das Haus sonst leer und feucht steht und ob das Internet fürs Homeoffice reicht. Rechtlich meldet ein Vermieter mit Kategorisierungsbescheid Sie im System eVisitor als Touristen an, und Sie zahlen Kurtaxe pro Nacht (in der Nebensaison niedriger, meist 0,50–1 € pro Person und Nacht) – siehe Kurtaxe Kroatien 2026/2027: Höhe pro Nacht, Kinder, Zahlung. Ein regulärer Mietvertrag ist ein anderes Rechtsregime, das Eigentümer kategorisierter Apartments in der Regel nicht anbieten können.
Der Advent in Zadar läuft von der letzten Novemberwoche bis Anfang Januar (2025 ab dem 24. 11.) auf dem Trg Petra Zoranića, an den Fünf Brunnen und in der Zlatarska ulica: Stände mit Fritule und Glühwein, Konzerte kroatischer Bands, Silvesterprogramm auf dem Narodni trg. Kein Wiener Christkindlmarkt, aber gemütlich und kostenlos.
Ganzjährige Angebote rund um Zadar finden Sie unter Apartments in Zadar; bei einer Anfrage zum Überwintern über Unterkünfte nennen Sie dem Vermieter gleich die Anzahl der Monate und ob Sie Heizung und Homeoffice-Internet brauchen – die meisten Vermieter auf Adrysa antworten innerhalb eines Tages, und den Winterpreis vereinbaren Sie direkt mit ihnen.